Bemerkung eines klugen Mannes:

"Die reinste Form des Wahnsinns ist es,

alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen,

daß sich etwas ändert."

(Albert Einstein, 1879 - 1955)

Liebe Freunde, Mitstreiter u. Kollegen;

nachdem SPD und B´90/Grüne den staatlich organisierten Menschenhandel (PSA) eingeführt haben und die Gewerkschaften "ver.di", IG Metall, IG BCE & Co. die gesetzlich geregelte Lohngerechtigkeit de facto abgeschafft haben (siehe "Zeitarbeit", Hauptmenü), dürfte jedem klar geworden sein, wie schlecht es in unserer Republik inzwischen um die Einheit der Arbeiterklasse bestellt ist.

Wer jedoch geglaubt hat, daß man bei den Gewerkschaften deswegen ein schlechtes Gewissen haben würde, dürfte sehr schnell eines Besseren belehrt sein, wenn er im Kreise hochrangiger Gewerkschaftsfunktionäre (inkl. BR-Mitglieder internat. Konzerne) enttäuscht feststellen muß, daß "Der tarifliche Betrug am Leiharbeiter" diesen Damen u. Herren offenbar völlig am Arsch vorbei geht.

(persönliche Erfahrung des Redakteurs)

Genau so sieht das nämlich aus, bei Leuten, die selbst dann nicht bereit sind, über die Schandtat ihrer Gewerkschaft zu sprechen, wenn Tausende ihrer Kollegen in den Betrieben akut von Entlassung bedroht sind, und folglich schon bald vom Arbeitsamt gehalten sein könnten, als Leiharbeiter tätig werden zu müssen.

Daß sich kaum jemand von der *SED/PDS über diesen "Verrat an der Arbeiterklasse" empört, liegt wohl eher daran, daß er dieser fragwürdigen Partei zumindest insofern gelegen kommt, als sie damit wieder ihren geliebten Mindestlohn ins Spiel bringen kann.

Mindestlohn hat jedoch nichts mit Lohngerechtigkeit zu tun und bleibt um Lichtjahre hinter dem zurück, was Sache gewesen wäre, wenn´s die Gewerkschaften nicht vermasselt hätten; Hauptsache, die Funktionärsgehälter bleiben auf unverändert hohem Niveau und die zahlungskräftige Mehrheit der Mitglieder ist zufrieden

Schließlich lebt man bei Gewerkschaften u. Parteien nicht von Arbeitslosen-Beiträgen, sondern vom Geld der Arbeitnehmer, die wiederum lieber ihren Arbeitgeber mit Gratisstunden verwöhnen, statt etwas an Arbeitslose abzugeben, von ihrer verhältnismäßig gut bezahlten Arbeitszeit.

An der gigantisch hohen Zahl unbezahlter Überstunden, die in Deutschland Jahr für Jahr von den Arbeitnehmern geleistet werden, läßt sich ablesen, wie sehr "unsere" Gewerkschaften bei der Führung u. Solidarisierung der Arbeiterklasse versagt haben.

Machen wir uns also nichts vor:

Zur "Spaltung der Arbeiterklasse" braucht´s hierzulande doch nun wirklich überhaupt keiner böser, dunkler (schwarzer) Mächte mehr, nachdem Parteien u. Gewerkschaften bereits fleißig dabei sind, diese unheilvolle Entwicklung per Gesetz u. Tarifvertrag voran zu treiben.

Offenbar sind die roten Übeltäter schon derart dem Menschenhandel verfallen, daß sie nur noch damit beschäftigt sind, wie sie diesem Arbeitskräfte opfern können, die beliebig verfügbar und möglichst billig sind.

Gewerkschafts- und Parteifunktionäre entwickeln hierbei eine schon beinahe biblisch anmutende Opferbereitschaft, weshalb man unwillkürlich an Hohepriester erinnert ist, die bei ihrem "Tanz ums goldene Kalb" bekanntlich auch jene Menschen bevorzugt geopfert haben, die ihnen entspr. hilflos ausgeliefert waren.

Was dem Hohepriester sein Opferlamm, ist dem Funktionär eben sein Arbeitsloser, als potentieller Leiharbeiter.

Hiermit dürfte für Angehörige der Arbeiterklasse klar sein, daß sie mit Sozialisten u. Kommunisten mindestens genau so angeschissen sind, wie mit Konservativen, Pseudoliberalen u. Ökoschwindlern.

Soviel Aufklärung muß schon sein, für politisch weniger bewanderte Menschen, die heute mehr denn je gefährdet sind, auf Heuchler u. Scharlatane hereinzufallen, deren Interesse an den Arbeitslosen in der Regel sehr schnell wieder erlischt, nachdem sie ihrer begehrten Wählerstimmen habhaft geworden sind.

Diesem Schicksal werden Arbeitslose jedoch nur entrinnen können, wenn sie sich beim Wählen nicht mehr leichtfertig vereinnahmen lassen.

Am Besten geht dies, wie unter "Frustwahl" beschrieben.

Solange wir uns von einem derartigen Engagement abhalten lassen, durch irgendwelche Leute, die sich zum Stimmvieh-Auftrieb für ihre Partei im Internet herumtreiben, dürfen wir uns auch nicht darüber wundern, daß man mit uns so umspringt, wie man mit uns umspringt.

Weinheim, im September 2003

Karl H. Schrödelsecker

AGErwerbslosigkeit - Region Rhein/Neckar

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